Der Holzwurm gehört zu den Trockenholzschädlingen. Seine Larven ernähren sich also nur von verbautem Holz, nicht von frischem Holz. Besonders ärgerlich ist es, wenn es sich bei den befallenen Gegenständen um kostbare Antiquitäten handelt, die durch den Befall an Wert verlieren.
Holzwürmer legen ihre Eier in Holzspalten und Risse. Die geschlüpften Larven bohren sich dann durch das Holz. Den Wurmbefall eines Möbelstückes kann man deutlich an dem herausquellenden Holzmehl erkennen. Nach etwa vier Jahren verlässt der Holzwurm schließlich den Gegenstand durch ein rundes, ca. 2mm großes Ausflugsloch.
Man findet den Holzwurm meist in kalter, feuchter Umgebung, selten in gut beheizten Räumen. Sein optimaler Lebensraum darf also nicht zu trocken sein. In der Holzwurmbekämpfung sollte man am Besten das Möbelstück in einen gut beheizten Raum stellen. Trocknet das Holz aus, stirbt der Schädling nach kurzer Zeit einfach ab.
In hartnäckigeren Fällen wird empfohlen, den betroffenen Gegenstand auf 55 Grad Celsius zu erhitzen. Je nach Größe des Gegenstandes kann man ihn im Backofen, in der Sauna oder unter einer schwarzen Folie in der Sonne trocknen. Ein weiterer, heißer Tipp sind Eicheln. Legen Sie einfach Eicheln an den befallenen Stellen aus, bis der Geruch die Würmer aus dem befallenen Gegenstand gelockt hat. Dann können Sie die Würmer einfach entfernen. Auch unverdünnter Essig oder Zitronensaft auf den Schadstellen kann für das Möbelstück schonend die Nagekäfer bekämpfen. Decken Sie einfach nach der Behandlung die Stellen mit Folie ab. Die Verdunstung der beißenden Flüssigkeiten töten die Holzwürmer in kürzester Zeit ab.
(TB)