Schädlingsbekämpfung mit Hausmitteln

Nicht erst in modernen Zeiten war ist der Maulwurf ein ungebetener Gast. Schon die ersten Kleingärtner hatten ihre Mühe, den kleinen Grabemeister loszuwerden. Daher haben sich eine Vielzahl von Hausmitteln entwickelt, welche die Vertreibung des Maulwurf ermöglichen sollen. Viele dieser Methoden sind auf den Geruchssinn des kleinen Pelztiers ausgelegt. Da der Maulwurf seine Reviere anhand der guten Bodenbedingungen auswählt, kann schlechter Geruch ihn zum Umzug bewegen. Beachten Sie, dass nicht alle Maulwürfe gleich sind. Manche sind eventuell für die Hausmittel unempfindlich.

Knoblauch

KnoblauchEine Möglichkeit, die Nase des Maulwurfs zu beleidigen, besteht darin, zerdrückten Knoblauch in die Eingänge des Tunnelsystems zu verteilen. Durch den strengen Geruch können die Tierchen bewogen werden, sich ein neues Revier zu suchen.Gerade in größeren Gärten kann es hilfreich sein, mehrere Eingänge mit den Geruchsfallen auszustatten, um so einen flächendeckenden Knoblauchgeruch zu verbreiten.

Fischabfälle

Fischabfälle - Fischköpfe

Die Verwendung von frischem Fisch, dessen Überreste in die Eingänge des Maulwurfsbaus eingebracht werden, kann ebenfalls zur Flucht des Maulwurfs führen. Achten Sie dabei darauf, dass der Fisch nicht verarbeitet, also geräuchert, gekocht oder eingelegt sein darf. Der strenge Fischgeruch, welcher sich nach kurzer Zeit entwickelt, kann dem Maulwurf sein Heimatrevier vergällen.

Buttermilch

ButtermilchAuch Milchprodukte eignen sich mitunter, um den Maulwurf zu vertreiben. Insbesondere Buttermilch wird wegen ihres Geruchs auch bei Menschen manchmal als unangenehm empfunden. Nicht anders verhält es sich bei manchen Maulwürfen. Die ultimative Geruchsbelästigung entfalten Sie, wenn Sie ein Gemisch aus Buttermilch und Molke (beides im Supermarkt erhältlich) in das Gangsystem des Maulwurfs einbringen. Wie bei den anderen Methoden sollte in einem großen Gebiet der Geruchsfaktor an mehreren Stellen ausgelegt werden.

Holunderjauche

HolunderjaucheEin weiteres vielversprechendes Hausmittel lässt sich aus dem Garten selbst gewinnen, wenn Sie einen Holunderstrauch ihr Eigen nennen. Die Blüten des Holunders können Sie ernten und einen Sud mit Wasser im Verhältnis 1:10 ansetzen (also z.B. ein Kilogramm Holunderblüten auf zehn Liter Wasser). Dieser wird in ein verschließbares Behältnis gegeben und an einen sonnigen Platz gestellt. Nach zwei Wochen kann der Holundersud, der auch als Jauche bezeichnet wird, ausgebracht werden.

Weitere Hausmittel

Weitere Möglichkeiten, den Maulwurf per Geruch zu vertreiben:

  • Flaschen von alkoholischen Getränken in die Löcher stopfen
  • Menschenhaare in die Gänge legen
  • Meerrettich, Katzenhaare, Mottenkugeln etc.

Da, wie bereits erwähnt, die Maulwürfe ebenso verschieden sind wie Menschen, gibt es kein absolutes Patentrezept bei den Hausmitteln. Während sich einige Exemplare nicht am Geruch von Knoblauch stören, suchen andere dabei schnell das Weite. Es hilft also, ein wenig Geduld an den Tag zu legen und verschiedene Methoden auszuprobieren.

Lärmbelästigung

Neben den Maßnahmen, die auf das feine Näschen des Maulwurfs ausgelegt sind, existieren noch einige, welche sich das Gehör als Angriffsfläche auserkoren haben. Denn auch wenn dem Maulwurf die Ohrmuscheln fehlen, ist sein Gehör sehr ausgeprägt. Deshalb sind sie auf Sportplätzen mit regelmäßigem Trainingsbetrieb oder in vielbesuchten Parks meist nicht anzutreffen. Die Erschütterungen, welche die menschliche Schritte auf das Erdreich übertragen, stören die Maulwürfe.

Diese Empfindlichkeit machen sich diverse Methoden zunutze, welche den Maulwurf mithilfe von Lärm vertreiben möchten. An dieser Stelle listen wie die Methoden auf, welcher Sie sich anhand der im Garten vorhandenen Materialien einfach bedienen können. Für Produkte, welche sich das feine Gehör des Maulwurfs zum Ziel machen, schlagen Sie in unserem Kapitel über Maulwurfschrecks nach.

Eisenstangen im Boden

Eine weit verbreitete und recht erfolgreiche Methode, Maulwürfe mit Lärm zu vertreiben, ist das Einschlagen von Metallstangen an verschiedenen Stellen des Gartens. Diese Stangen werden dann regelmäßig mit einem Hammer bearbeitet, sodass sie in Schwingung geraten und Vibrationen ins Erdreich übertragen. Diese werden vom Ruhe liebenden Maulwurf als Belästigung empfunden und von ihm zum Anlass genommen, sein Revier zu verlassen.

Bis er sich jedoch zu dieser Entscheidung durchringt, erfordert es einige Ausdauer: Die verschiedenen Metallstangen müssen mehrfach am Tag, im Abstand von jeweils einigen Stunden, mit dem Hammer abgeklopft werden. Es ist also nicht nur Ausdauer nötig, sondern auch Muskelkraft und starke Nerven. Denn nicht nur der Maulwurf ist empfindlich gegenüber Lärm, auch die Nachbarn sind es. Eine derart lautstarke Methode, den Maulwurf zu vertreiben, kann daher auch zu Konfliktn in der Nachbarschaft führen.

Flaschen in den Maulwurfshügeln

Weniger lärmintensive Methoden, die dennoch den Maulwurf vertreiben können, arbeiten mit Schallwellen, die in das Tunnelsystem des Maulwurfs eingeleitet werden. Die bekannteste dieser Methoden ist die Glasflasche, welche mit dem Hals nach oben in den Maulwurfshügel eingegraben wird. Der Flaschenhals wirkt dann wie ein Windspiel: Er fängt Luftbewegungen ein und erzeugt damit Geräusche im Flaschenkörper, die in das Tunnelsystem übertragen werden. Insbesondere in exponierten Grundstücken, wo viel Wind herrscht, kann diese Methode von Erfolg gekrönt sein.

Windräder

Eine weitere recht simple Methode, dem Maulwurf sein ruhiges Leben zu vergrätzen, besteht im Aufstellen von Windrädern. Wenn diese mit einem Stab in den Boden gesteckt werden, können sie ebenfalls die Schwingungen ins Erdreich übertragen und dem Maulwurf so sein ruhiges Leben zunichte machen. Es ist jedoch nicht ganz unumstritten, ob dieser Methode auf lange Sicht Erfolg beschieden ist.

Natürliche Feinde

Vor Allem Wühlmäuse lassen sich gut vertreiben, wenn man den Feinden der kleinen Nager ein günstiges Revier bietet. Eine Katze macht sich beispielsweise verdient um die Mausjagd und kann dazu beitragen, dass die Mauspopulation sich entscheidend verringert.

Da die Wühlmaus jedoch eine große Zahl an natürlichen Feinden hat, ist die Anwesenheit einer Hauskatze nicht zwingend notwendig. Wenn Ihr Grundstück nicht von einem engmaschigen Zaun umgeben ist, werden sich auch andere Säuger wie Fuchs, Hausmarder oder Hermelin zu Besuch melden. Diese verspeisen gern auch Mäuse, können in diesem Zusammenhang also durchaus als nützlich betrachtet werden. Um insbesondere den Marderarten die Jagd auf Wühlmäuse schmackhaft zu machen, können Steinhaufen aufgeschichtet werden, in denen sich die Tiere verbergen können.

Haben Sie keine großen und ausladenden Bäume auf Ihrem Gartengrundstück, wird das Mäuseleben zudem von diversen Raubvögeln bedroht. Auch der Storch hat Wühlmäuse auf dem Speiseplan. Damit Raubvögel Ihre Mäuseplage zu ihrer Aufgabe machen, können Sie Sitzstangen am Rande Ihres Grundstückes aufstellen.